Im dritten Jahr nach Anlage (Planung und Umsetzung der Flächen 2021 und 2022) feiern wird wahre Erfolge:
Alle Bilder: 15. Juni 2023
In Städten und Gemeinden gibt es unzählige Grünflächen und damit ein großes Flächenpotenzial, um naturnahe Begrünung umzusetzen. So werden wertvolle, dringend benötigte Lebensräume für Wildpflanzen und Insekten im Siedlungsraum geschaffen. Und nicht zu vergessen: Solche Flächen werten das Lebensumfeld von uns Menschen im ästhetischen Sinne maßgeblich auf.
Daher freuen wir uns sehr, dass wir für die brandenburgische Gemeinde Mühlenbecker Land mehrere Teilflächen naturnah und damit insektenfreundlich begrünt hat.
Die Gemeinde Mühlenbecker Land liegt im brandenburgischen Landkreis Oberhavel und grenzt nördlich an die Stadtgrenze Berlins. Zur Gemeinde gehören die vier Ortsteile Mühlenbeck, Schildow, Schönfließ und Zühlsdorf.
Insgesamt wurden zehn Teilflächen neu gestaltet. Zwar sind diese untereinander sehr unterschiedlich, ihnen gemein ist jedoch die hohe Trockenheit. Die Flächen mit offenem Charakter beherbergen sogar schon einige wertvolle, an Trockenheit angepasste Pflanzen wie Berg-Jasione (Jasione montana) oder Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium). Andere Flächen sind baumbestanden und werden daher eine andere Pflanzenzusammensetzung erhalten. Auch die Funktionen der Flächen sind sehr verschiedenen. Von Verkehrsinseln über Spielplatz bis Friedhof ist vieles dabei.
Am 01.09.2020 fand als Auftakt eine vom Grünflächenamt organisierte Infoveranstaltung für Bürger*innen der Gemeinde Mühlenbecker Land statt. Nach einem Vortrag von DAUCUM zu Hintergründen, Ansätzen und Möglichkeiten gab es seitens der Zuhörerenden viele Fragen, Anregungen und Hinweise zur geplante Begrünung der Kommunalflächen. Auch der Bürgermeister Filippo Smaldino war dabei und hob die die Bedeutung von insektenfreundlichen Begrünungen hervor.
Bei einem Pflegeeinsatz Ende August im Mühlenbecker Land konnten wir mit Freude feststellen, dass die Ansaaten von Dezember 2020 gut aufgegangen sind. Zwei Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Gemeinde konnten geschult werden und waren voller Interesse dabei.
Wir freuen uns, dass wir auch nächstes Jahr das Projekt begleiten, da viele Pflanzen, z.B. Karthäusernelken, Wiesensalbei oder die Margarite erst nächstes Jahr blühen werden.
Die Einschätzung, dass die Mühlenbecker Friedhöfe Hotspots u.a. mit der Sandstrohblume sind, bestätigte deren Besuch: Insekten, z.B. die Hosenbiene waren auf den Wildpflanzen, wie hier der Wiesenwitwenblume, mehr als auf der meisten Grabbepflanzung.....
